Wir vermitteln Flüchtlingen kostenlose Mitgliedschaften in Sportvereinen

Aktuelles

Notaufnahme für unbegleitete minderjährige Ausländer

„Sport verbindet uns“ nahm im Oktober 2015 Kontakt mit dem Internationalen Bund (IB) auf, der die Notaufnahme für unbegleitete minderjährige Ausländer (umA) betreut. Uns wurde schnell klar, dass wir vor einer großen Herausforderung standen. Circa 80 männliche Teenager aus den Krisengebieten dieser Welt hatten den Wunsch nach den verschiedensten Sportarten. Dank der großartigen Spendenbereitschaft und Unterstützung von vielen Mannheimer Vereinen konnten wir viele Wünsche seither erfüllen. Innerhalb von 6 Wochen hatten viele Jugendliche die Möglichkeit, Fußball, Tae Kwon Do, Schwimmen, Basketball, Kickboxen und Volleyball regelmäßig in Vereinen zu trainieren. Die schnelle Vermittlung war notwendig, um soziale Ungleichheiten innerhalb der Notaufnahme so weitestgehend zu vermeiden. Sie war für unsere kleine, rein ehrenamtliche Gruppe ein Kraftakt, da wir die Jugendlichen in der Anfangsphase zu den Sportangeboten begleiteten und in der Notaufnahme die Uhren anders als gewohnt ticken.

Für Sport verbindet uns steht der integrative Aspekt einer Vermittlung im Vordergrund. Durch die Teilhabe am deutschen Vereinsleben, können die Jugendlichen Kontakte zu anderen Gleichaltrigen knüpfen und ihre Deutschkenntnisse vertiefen. Durch die begonnene Umverteilung der umAs, haben seit Dezember 2015 viele Jugendliche den Großraum Mannheim wieder verlassen und können ihre Sportangebote vor Ort nicht mehr wahrnehmen. Wir hoffen aber, dass ihr Einblick in die Vereinswelt sie dazu motiviert, sich an ihrem neuen Wohnort wieder einen Verein zu suchen.

Unsere Bilanz nach 5 Monaten ist positiv. Wir von „Sport verbindet uns“ haben viele großartige Erfahrungen gemacht - sowohl mit den Jugendlichen und mit ihren unermüdlichen Betreuern als auch mit vielen engagierten Trainern und Sportlern der Spender-Vereine. Wir freuen uns deshalb auf eine Fortsetzung unserer guten Zusammenarbeit und hoffen, noch viele Jugendliche in Sportvereine vermitteln zu können.

Fußball-Trainings Veranstaltung für Flüchtlings-Kinder

Wann: Sonntag, den 1. November 2015

Uhrzeit: 11 Uhr bis 13 Uhr

Wo: Adresse erhaltet Ihr bei der Anmeldung

Registrierung: Nachricht an sport-verbindet-uns@gmx.de oder auf unserer Facebook Gruppe

„Sport verbindet uns“ organisiert Beachvolleyballtraining für Flüchtlinge

Jugendliche der UMF schnuppern Beachvolleyballluft beim ASC Feudenheim

Den Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen, kurz UMF, der Notaufnahmestelle in Mannheim wurde am 05.06.2015 ein Schnuppertraining ermöglicht. Das Projekt „Sport verbindet uns“ richtete ein Beachvolleyballtraining auf den Plätzen des ASC Feudenheim aus.

„Sport verbindet uns“ ist ein junges Projekt, das in Kooperation mit dem Verein „Mannheim sagt JA e.V.“ Anfang des Jahres 2015 gegründet wurde. Ziel der Initiatoren ist es, Flüchtlinge über Sportvereine in die Gesellschaft zu integrieren. „Sport kennt keine Hautfarbe, Religion oder Nationalität. Ein sportliches Miteinander egal welcher Nation und welches Hintergrundes verbindet.“, ist ein Zitat aus dem Infoblatt von „Sport verbindet uns“, welches den Grundgedanken des Projekts beschreibt. Zwei der Mitglieder sind ausgebildete Volleyballtrainer und in dieser Funktion in zwei Mannheimer Sportvereinen aktiv.

Der ASC Feudenheim zeigte großen Enthusiasmus für das Projekt und erklärte sich freundlicherweise bereit, seine Beachvolleyballplätze am Neckarplatt kostenlos zur Verfügung zu stellen. So konnte am Freitag, den 05.06.2015, ein Beachvolleyballtraining für fünf der UMF aus der Notaufnahmestelle in Mannheim stattfinden. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 17 Jahre alt, kommen aus Afghanistan und Marokko und wurden begleitet von einer Sozialarbeiterin der Notaufnahmestelle. Die Trainerin, Julia Camacho Londoño, gestaltete das Aufwärmen vor Allem mit Übungen, die Teamwork erfordern. Die Grundtechniken des Baggerns und Pritschens wurden den Jugendlichen in mehreren Spielen nähergebracht. Große Begeisterung gab es für das Abschlussspiel, bei dem gepritscht, gebaggert und geschlagen werden durfte. Ein weiteres Training konnte von den UMF leider aus organisatorischen Gründen nicht wahrgenommen werden. Ein Abschlusstraining ist im Moment noch in Planung.

Das bis dahin erste Projekt von „Sport verbindet uns“ konnte dank der Unterstützung des ASC Feudenheim ein voller Erfolg werden.

Für die Zukunft plant „Sport verbindet uns“ auch volljährige Flüchtlinge längerfristig in Mannheimer Sportvereine zu integrieren und hat dafür schon regen Zuspruch mehrerer Vereine erhalten.